Beachtenswerte Kriterien und Handlungsschritte für eine bestmögliche Treppenliftauswahl: Die Liftmodelle

Die verschiedensten Liftmodelle machen es häufig schwierg eine Entscheidung für ein entsprechendes Modell zu treffen. In systematischen Schritten unter Beanspruchung einer Fachberatung und eines kostenlosen Anbietervergleichs können Sie sich auf die Anschaffung eines Treppenlifts optimal vorbereiten. Dadurch ersparen Sie sich viel Mühe und reduzieren Ihre Kosten. Machen Sie mit unserer Hilfe einen Anbietervergleich.

Schritt 1: Notwendige Fragen und Hinweise zur Feststellung der benötigten Liftart

Durch die gezielte Beantwortung einiger persönlicher Fragen können die Voraussetzungen für einen Treppenlifteinbau sowie die Liftauswahl näher geklärt werden:

Art und Schwere der Bewegungseinschränkung beim vorgesehenen Nutzer?

Wie hoch ist das Körpergewicht? Je nach persönlicher Verfassung und Leistungsvermögen kommen im Einzelfall folgende Treppenliftarten in Betracht:

  • Der Stehlift:
    Ein Treppenstehlift kommt in der Regel bei besonders schmalen Treppen zum Einsatz. Zum Transport steht eine kompakte Stellfläche mit Haltegriffen zur Betriebssicherheit bereit. Diese Liftart ist für leichte oder vorübergehende Mobilitätsbeschränkungen wie Gelenkbeschwerden oder bestimmte Rehabilitationsphasen geeignet. Dabei beträgt die maximale Traglast je nach Modell 100 bis 150 Kilogramm. Bei einfacher Montage ist ein Treppenstehlift bereits ab 1900 Euro erhältlich
  • Der Sitzlift:
    Ein Treppensitzlift ist mit einer festen oder hochklappbaren Sitzfläche ausgestattet. Für die Sicherheit während des Fahrbetriebs sorgen Gurt, Fußstütze sowie Rücken- und Armlehnen. Dieser Lifttyp ist bei einer dauerhaft leichten bis mittelschweren Gehbehinderung geeignet. Der Betroffene sollte den Lift selbstständig bedienen können und noch nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Ein Sitzlift wird sehr häufig genutzt. Korrosionsgeschützte Modelle können auch im Außenbereich Verwendung finden. Die höchste Traglast beträgt in der Regel zwischen 125 bis 160 Kilogramm, bei einzelnen Modellen sogar bis zu 200 Kilogramm. Die Installation eines Sitzlifts ist unproblematisch und kostet etwa 3.300 Euro oder je nach Modell, Ausstattung und Treppenverlauf entsprechend mehr
  • Der Rollstuhl-Plattformlift:
    Ein Plattformlift dient als Ausgleich für starke Mobilitätseinschränkungen, die einen Rollstuhl zur Fortbewegung erforderlich machen. Bei dieser Liftkategorie ist eine stabile, ebene Fläche über kleine Rampen befahrbar. Hochklappbare Schranken/Bügel sorgen für die Transportsicherheit. Der im Innen- und Außenbereich einsetzbare Lift kann auch zur Lastenbeförderung genutzt werden. Je nach Modell ist die Höchstlast auf 220 bis 320 Kilogramm beschränkt. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 9000 Euro und können je nach Aufwand und Ausstattung noch deutlich höher ausfallen
  • Die Rollstuhl-Hebebühne:
    Eine Rollstuhl-Hebebühne ist für den senkrechten Transport von Personen im Rollstuhl konzipiert. Es gibt die unterschiedlichsten Plattformgrößen, um jedem Rollstuhlmodell Rechnung zu tragen. Sehr häufig wir dieses Modell im öffentlichen Bereich eingesetzt und erfreut sich großer Einsatzmöglichkeiten bei der Überwindung von Höhenunterschieden bei Privathäuseren, um die Stufen vor dem Hauseingang zu überwinden

Hinweis unserer Redaktion: Zur Beschaffung von allgemeinen Informationen und Hintergrundwissen zum Thema Treppenlift sind Erfahrungsberichte bisheriger Nutzer sowie valide Testergebnisse hilfreich. Die konkrete Anschaffung eines Treppenlifts sollte jedoch maßgeblich auf eine Fachberatung und einen aktuellen Vergleich geeigneter Anbieter gestützt werden. Als passende Auswahlgrundlage vermitteln wir Ihnen kostenlos und unverbindlich drei marktgeprüfte Fachunternehmen. Diese unterbreiten Ihnen für Ihren speziellen Bedarf Kostenvoranschläge, die alle infrage kommenden Kostenfaktoren beinhalten. Auf dieser Vergleichsgrundlage können Sie in Ruhe eine lukrative, abgesicherte Entscheidung treffen.

Schritt 2: Die Auswahl eines passenden Schienensystems

Durch die vorhandenen Gegebenheiten Ihrer Treppe und die gewählte Liftart bestimmt sich das anzubringende Schienensystem. Dazu müssen im nächsten Schritt folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welcher Treppenlifttyp/Liftmodell wurde ausgewählt?
  • Handelt es sich um eine gerade oder kurvige Treppe?
  • Ist die Treppenliftmontage für innen oder außen vorgesehen?

Die Montage für einen Treppensitz- oder Stehlift für eine gerade Treppe erfordert den geringsten Aufwand. Dazu können gegebenenfalls Standardschienen verwendet werden. Diese können im Einschienensystem auf den Treppenstufen befestigt werden. Bei einer kurvigen Treppe, dazu zählen auch Wendeltreppen, müssen die Schienen individuell passend zur Treppe gefertigt werden. Dieser höhere Aufwand verursacht deutliche Mehrkosten. Zum Einbau eines Treppensitzlifts muss die verbleibende Treppenbreite bei hochgeklapptem Sitz mindestens noch 60 Zentimeter betragen. Dies entspricht der Brandschutzvorgabe für freizuhaltende Fluchtwege. Plattformlifte können ebenfalls im Innenbereich an geraden und kurvigen Treppen installiert werden. Damit der vorhandene Rollstuhl des Betroffenen transportiert werden kann, setzt die jeweilige Plattformgröße eine bestimmte Mindestbreite der Treppe voraus. Aufgrund des Gewichts und aus Stabilitätsgründen müssen Antriebsschienen und Führungsschienen montiert werden. Zur Befestigung der Schienen kommen die Treppenstufen, das Treppengeländer und die Wand infrage. Die Preise für eine Liftmontage können je nach Liftart, Treppe und Ausstattung erheblich differieren. Eine Anbringung der verschiedenen Liftmodelle ist auch in bestimmten Versionen an geraden und kurvigen Treppen im Außenbereich möglich. Aufgrund des zusätzlichen Korrosionsschutzes sind diese Ausführungen etwas teurer.

Schritt 3: Die Beachtung weiterer Kriterien für einen Treppenlifteinbau

Neben der erforderlichen Mindestbreite von 60 Zentimetern für Einfamilienhäuser muss die Treppenbreite im Treppenhaus von Mehrfamilienhäusern mindestens 150 Zentimeter betragen. Der Abstand der Treppe zu Türen darf nicht geringer als 100 Zentimeter sein. Außerdem muss eine an die Treppe angrenzende Wand mindestens 100 Zentimeter hoch sein. Handelt es sich bei der betroffenen Wohnung um eine Mietwohnung, muss vor einem Treppenlifteinbau die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden. Dieser darf die Zustimmung jedoch nicht verweigern, wenn der Lifteinbau für den Betroffenen erforderlich ist. In den Ausführungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) gemäß § 554a Abs. 1 ist das Recht des Mieters auf Barrierefreiheit festgelegt. Dies gilt nur für eine Privatwohnung, nicht für den gewerblichen Bereich. Im Falle eines Wohnungswechsels ist der Mieter für die Wiederherstellung des vorherigen Wohnungszustands verantwortlich. Neben neuen Modellen können Sie auch zu günstigeren Kosten gebrauchte oder zu vermietende Treppenliftmodelle beschaffen. Beim Vorliegen eines Pflegegrades können Sie von der Pflegekasse einen erheblichen Zuschuss von bis zu 4000 Euro erhalten. Diesen müssen Sie jedoch vorher beantragen. Außerdem muss die Anschaffung eines Treppenlifts als wohnumfeldverbessernde Maßnahme zur Förderung der häuslichen Pflege dienen. Ebenso können Sie im Einzelfall Zuschüsse oder zinsermäßigte Darlehn aus Förderprogrammen sowie Steuerermäßigungen prüfen. Durch einen Ortstermin mit einem Fachberater können Sie viele der anstehenden Fragen klären. Mithilfe eines Vergleichs verschiedener Angebote konkurrierender Fachunternehmen können Sie bis zu einem Drittel des Kaufpreises einsparen. Dazu übermitteln wir Ihnen kostenlos und unverbindlich drei geeignete Anbieter, die Ihnen auf Ihren Bedarf zugeschnittene Kostenvoranschläge zur engeren Auswahl unterbreiten können.

Alternative Transportmöglichkeiten

Zur Überwindung von Höhenunterschieden kann außen und innen eine Mobilitätsverbesserung durch Rampen, Raupen oder Steiger erfolgen, wenn ein Schrägaufzug als Liftsystem nicht installierbar ist. Ein Hublift oder Hebelift sorgt für eine senkrechte Beförderung für Rollstuhlnutzer auf einer Plattform. Damit ist auch ein Transport von Materialien und Lasten möglich. Rollstuhlfahrer können durch einen Hublift barrierefrei zum Hauseingang oder zur Terrasse befördert werden.

Betriebssicherheit und Bedienungsmöglichkeiten eines Treppenlifts

Die Sicherheitsstandards und Kennzeichnungspflicht für Treppenlifte sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Treppenlifte sind stabile Qualitätsprodukte, die in Fachbetrieben vor dem Verkauf nochmals individuell geprüft werden. Beim fachgerechten Einbau müssen außerdem die baurechtlichen Vorschriften beachtet werden. Eine regelmäßige Wartung gewährleistet eine sichere Inbetriebnahme. Eine Sicherheitsausstattung der Liftmodelle wie ein Knopf zur Notausschaltung und eine automatische Hinderniserkennung ergänzen den Schutz während des Fahrbetriebs. Leistungsfähige Akkus und Batterien sorgen durchgehend oder alternativ bei Stromausfällen für die benötigte Energie. Die Bedienung eines Treppenlifts ist einfach und praktisch zu handhaben. Dazu steht entweder ein Joystick, Kippschalter oder Bedienungshebel in der Armlehne zur Verfügung. Optional ist auch eine Funkfernbedienung zur Liftsteuerung verwendbar. Dies gilt für die allermeisten Liftmodelle.